Die Pferde




Wir haben aktuell leider auf absehbare Zeit keine freien Plätze für Gnadenbrotpferde. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass uns daher bis auf weiteres nicht möglich ist, zusätzliche Pferde aufzunehmen.

Auf Wunsch können wir Ihre Stute / Ihren Wallach gern auf unsere Warteliste setzen. Bitte senden Sie mir bei Interesse eine Mail mit allen Informationen zu Ihrem Pferd ( Rasse / Größe, Alter, Stute / Wallach, Krankheiten oder Grund für Verrentung, ggf. Medikamentenbedarf, leichtfuttrig / schwerfuttrig / Futterunverträglichkeiten / Breiköstler, bisherige Haltungsform & Nutzung, Sozialverhalten ranghoch / rangnieder, bevorzugt Stuten oder Wallache, eher verspielt, lauffreudig oder verschmuster Mähnenkrauler mit Pferdekollegen usw.?

Frei werdende Plätze werden an Stallplatzbewerber nicht nach Wartezeit auf der Liste vergeben, sondern danach, wie gut das Bewerberpferd mutmasslich in unsere bestehende Herde passen und das Sozialleben bereichern würde, da mir ein friedliches & harmonisches Zusammenleben aus Rücksichtnahme auf unsere ältesten & kränksten Bewohner sehr wichtig ist.

Aus diesem Grund werden auch über Herbst & Winter freiwerdende Plätze nicht sofort neu besetzt, sondern erst zu Beginn der Weidesaison ( Aufnahmetermin Anfang April ), weil da die Eingliederung erfahrungsgemäß ruhiger verläuft, denn unseren "Alterchen" gegenüber fühlen wir uns besonders in der Pflicht, ihnen den verdient schönen Lebensabend zu ermöglichen.

Weil unsere Stuten & Wallache immer alle gemeinsam in einer Herde zusammen leben, haben wir definitiv keine Möglichkeit, Hengste zu halten, wir bitten daher diesbezüglich von Anfragen abzusehen.

La Luz Charismàtica

schnute2011 Ihr spanischer Name bedeutet "das Licht der Hoffnung" und sie ist seit ihrem Einzug im Frühjahr 2008 nicht nur mein absoluter Sonnenschein, sondern auch die kleine Prinzessin, der die Wallache der Herde wegen ihres Charmes jede Frechheit durchgehen lassen. Aus der ungewöhnlichen Mischung von Andalusier und Friese entstand eine Art wandelnder Schabernack, der nicht nur krankhaft neugierig ist, sondern auch übersprudelt vor Temperament und nie weiß wohin mit seiner Energie - dabei völlig unerschütterlich daran zu glauben scheint, dass die Welt gut ist und gar nichts Böses wollen kann. Muß ich sie wegen erwartungsfrohem Gehampel, übermütigem Losbocken und ähnlichen Vergehen ermahnen, kann sie auch das nie wirklich beeindrucken, ich bekomme maximal einen freudestrahlenden Blick, der zu sagen scheint:"Ich glaub`, Du meinst das Geschimpfe gar nicht so ernst, und ich habe das auch nicht mit Absicht gemacht, bestimmt hast Du mich trotzdem lieb!" ... und wenige Augenblicke später heckt sie gut gelaunt den nächsten Blödsinn aus! Als der Entfesselungskünstler unter meinen Pferden knotet sie jedes Führstrick los und öffnet die Karabinerhaken der Anbindeketten. Sie liebt Wasser, im Sommer springt sie wie ein Flummi im Galopp durch unseren Bachlauf, dass das Wasser nur so spritzt, und im Winter zerschlägt sie mit großer Leidenschaft die auf dem Wasser befindlichen Eisschollen mit ihren Vorderhufen.
schnute2010
schnutebaby
Beauty
Beauty
 

Donat Venti Caesaries

Sein Name bedeutet "Er schenkt unserem Haar den Wind". Donnie kam 2010 auf unseren Gnadenhof, er ist mit über einsneunzig Stockmass unser Riesenbaby. Trotz seiner enormen Größe ist er das freundlichste Wesen, das man sich denken kann, und absolut sozial zu anderen Pferden, die er bei jeder sich bietenden Gelegenheit von oben bis unten abschleckt.

Der verspielte Youngster schafft es mit seiner sanften Art oft genug zu unserem großen Erstaunen und zu unserer Freude selbst die ältesten Herdenmitglieder noch zu einem kleinen seniorengerechten Spielchen zu überreden. Selbst wenn er natürlich auch die eine oder andere Runde wilde Kampf- und Laufspiele mit den fitten Frührentnern veranstaltet, so läßt Donnie sich aber auch mit Vorliebe von den Alterchen bei einer Runde "Packen Spielen" im Senioren-geeigenten Zeitlupen-Trippel-Trab-Tempo verfolgen und in den Po zwicken, wobei er selbst vergnügt vorraushüpft und herumspringt wie ein übermütiges Ziegenböckchen. Dabei ist verblüffend, wie er bei allem jugendlichen Übermut im Zweifelsfall so sanft mit unseren Oldies umgeht, als wären sie zerbrechlich wie Glas, so dass sich von den älteren Herrschaften keiner überfordert fühlen muß.

Seine verträumt - tollpatschige Art bringt uns immer wieder zum Lachen, da man bei ihm nie sicher sein kann, dass er nicht im nächsten Moment aus Versehen über seine eigenen Füße fällt, weil er gerade einem Schmetterling hinterher guckt.

donnie2010
donnie2016
donnie2016
donnie
 

Lazard

lazard2012 Der kräftige kleine Westfale hat ein spannendes Leben als geliebtes Turnierpferd im Münsterland hinter sich. Doch als er altersbedingt diverse Zipperlein entwickelte, wegen der er letztendlich aus dem Sport ausscheiden mußte, hatte seine Besitzerin Schwierigkeiten, in ihrer Nähe einen für Rentner geeigneten Offenstallplatz zu finden, weshalb sie sich schweren Herzens entschloss, ihn trotz der großen Entfernung zu uns auf den Gnadenhof zu bringen. Jetzt lebt der inzwischen 18 jährige Fuchs hier schon den vierten Sommer als Anführer unserer Herde - und bekommt mit jedem Fellwechsel mehr weiße Stichelhaare. Die saubere Luft in der staubarmen Offenstallhaltung eines Luftkurortes scheint seinen Atemwegen gut zu tun, er hat seit seinem Einzug den sonst im Winter üblichen Hustensaft nicht mehr gebraucht, wohl auch, weil er clever genug war, zum Schlafen überwiegend den Stall mit Gummiboden der stroheingestreuten Liegefläche vorzuziehen und weniger Heu und mehr Heulage zu fressen. Lazard merkt man immer noch an, dass er einmal eine sehr gute Erziehung genossen haben muß, allerdings erheitert er uns regelmäßig, weil man ihm an seiner Mimik jeden Gedanken ablesen kann - da läßt er sich ggf. nicht nehmen, mit einem empörten Gesichtsausdruck sehr deutlich zu zeigen, was er von dem hält, was wir verlangen. Da Lazard zu seinen besten Zeiten offensichtlich ein begeistertes Springpferd war, läßt er es sich nicht nehmen, auch heute noch gelegentlich beim Wettrennen mit seinen fitteren Pferdekumpels den quer über die Weide am Haus fließenden kleinen Bach als Sprung zu nutzen - danach ist er meist sichtbar stolz auf seine Leistung und guckt sich beifallheischend um, ob er auch genügend bewundert wird! Wirklich amüsant sind auch seine Bemühungen, uns Menschen bei der Erziehung der anderen Pferde zu unterstützen - wenn z.B. sein bester Freund Donnie beim gleichzeitigen Führen der beiden Pferde drängelt oder bei der Hufkontrolle auf der Weide mit dem von mir hochgenommenen Fuß zappelt und deswegen von mir ermahnt wird, sofort ist Lazard zur Stelle und weist ihn mit bitterbösem Gesichtsausdruck durch energisches Zwicken in den Allerwertesten zurecht "Gib`Dir gefälligst mehr Mühe, dass Frauchen nicht mit Dir schimpfen muß!" ... um im nächsten Moment freundestrahlend meine Schulter anzustubsen, weil er für seine Hilfe ein Lob erwartet! Wegen seiner freundlichen Art, trotz seiner hohen Rangposition jeden seiner Pferdefreunde aus seiner Haferschüssel mitfressen zu lassen, ist er eine Bereicherung für unsere Herde und wir hoffen, dass er noch eine lange glückliche Rentnerzeit bei uns vor sich hat.
lazard2012
1.TreffenLazardmitDancer&Charisma 068.JPG
lazard2012
lazardschnee lazard lazard
 

Nickel De Mondesir

Das Cheval de Selle Français Nickel kam im Jahr 2012 schon im Alter von nur 11 Jahren als unreitbar den weiten Weg aus der Pfalz zu uns, denn er mußte seine Karriere als Springpferd vorzeitig beenden, nachdem er sich mehrfach mit Reiter überschlagen hatte. Hier freundete der schüchterne Wallach sich relativ schnell mit unserem Youngster Donnie an. Mit der für sein jugentliches Alter typischen Verspieltheit bringt er immer wieder etwas Leben in unsere Rentnertruppe, ohne jedoch dabei die älteren Kollegen zu bedrängen. Für sein Leben gern frißt Nickel Karotten, außerdem ist er ein großer Schmuser und kommt immer angelaufen, wenn er uns sieht, um sich seine Streicheleinheiten einzufordern. Wir schätzen an Nickelchen seine unkomplizierte Art und sein immer freundliches Wesen, allerdings kann er in seltenen Ausnahmefällen auch seine bockigen Augenblicke haben, wo er dann absolut nicht mehr will - beim Pferdezahnarzt brachte ihm sein Trotzkopf schon mehrfach nur ein "drei minus im Betragen - mit Rücksicht auf seine Mami" ein! nickel
nickel
nickel
nickel
nickel
 
 

Beauty

Beauty Beauty ist auch ein englisches Vollblut, hatte jedoch in jungen Jahren das Glück, wegen ihrer für ein Rennpferd ungewöhnlich moppeligen Figur im Training für die Rennbahn keine überzeugenden Leistungen zu bringen und deshalb wurde sie frühzeitig als Freizeitpferd in ein gemütlicheres Leben im Offenstall weiterverkauft. Hier bewies sie, dass auch Moppelpferdchen flott unterwegs sein können und absolvierte erfolgreich Distanzritte mit ihrer Besitzerin. Als sie 23 war, starb ihr langjähriger Offenstallkumpel & Beschützer Cisco und sie fühlte sich in der Herde zwischen nur jüngeren Pferden nicht mehr wohl, weshalb sie auf unseren Gnadenhof umziehen durfte. Hier geschah das erhoffte Wunder, zwischen ihr und Aljaarif war es Liebe auf den ersten Blick und wesentlich schneller als gedacht marschierten schon wenige Minuten nach dem Einzug die beiden alten Vollblüter nur noch eng nebeneinander zu zweit über die Weide. Zuerst Aljaarif und inzwischen auch Capodanno geben Beauty die Geborgenheit, die sie nach Ciscos Tod vermisst hatte, und beschützen sie mit Feuereifer gegen pferdefressende Säbelzahntiger und ähnliche nicht real vorhandene Gefahren, so dass sich unsere Omi jetzt rundum wohl fühlt und nicht mehr traurig sein muß. Beauty frißt für ihr Leben gern Bananen, am liebsten Biobananen und zwar möglichst sogar noch mit Schale! Die betagte Stute ist in allem unkompliziert, zu jedem lieb und hört in allen Lebenssituationen auf`s Wort - außer, man versucht sie von ihrem neuen Freund zu trennen, dann jammern beide ganz schrecklich vor lauter Verlassensangst! Wir freuen uns sehr für unsere Omi, dass sie hier noch einmal die große Liebe gefunden hat und beobachten stolz, dass sie trotz ihres Alters auf unseren Hangweiden tatsächlich geschafft hat, noch einmal etwas Muskeln auf- und Speck abzubauen!
Beauty
Beauty
Beauty beauty
 

Devil

Devil Bei Devil, unserem kleinen Rappen mit den lustigen kleinen weißen Flecken, scheiden sich die Geister: Die einen halten ihn für einen Friesen - Welsh Cob - Mischling, die anderen für eine Tinkerkreuzung, sehen Fell - Pony - Einschlag oder einen Barock - Mix. Seine wahre Abstammung werden wir wohl nie erfahren, einig sind wir uns deshalb nur in einem: Er ist optisch eine gelungene Mischung und charakterlich ein echter Goldschatz! Das kleine Teufelchen, welches sein Name ihm unterstellt, läßt er bisher nicht erkennen - eher ist er etwas schüchtern & vorsichtig bei Menschen, die er nicht kennt, insbesondere bei fremden Männern. Wenn ihm etwas merkwürdig vorkommt, sucht er schon einmal sein Heil in der Flucht und will sich dann auf der Weide auch lieber vorsichtshalber nicht einfangen lassen. Hat man jedoch sein Vertrauen gewonnen, ist er ein unkomplizierter Kumpeltyp und eine Lebensversicherung auf 4 Hufen. In der Herde verträgt er sich gut mit jedem Pferd und ist schlau genug, allen Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen, seit er von München hergekommen ist. Er ist wie viele Kleinpferde kein Kostverächter, sondern eher verfressen, und freut sich über alle Leckerbissen, die ihm mitgebracht werden.
Devil
Devil
Devil devil
 

Belissio

Der erst 7 Jahre junge Belissio hatte eine glänzende Karriere als Turnierpferd vor sich, als er zunehmend Rückenprobleme bekam und sich unter dem Reiter mehr und mehr verweigerte. Der sonst stets bemühte Belissio zeigte seine Schmerzen unter dem Reiter aber nicht durch Bocken oder Steigen wie andere Pferde, sondern netterweise nur durch Stehen bleiben, wenn er unter dem Sattel nicht mehr konnte und dadurch, dass er bei unerträglich werdenden Rückenschmerzen in der Box mit dem Kopf gegen die Wand schlug, um einen Gegenschmerz zu erzeugen. Am Ende wurden bei ihm so gravierende Kissing Spines in der Sattellage diagnostiziert, dass sofort klar war, dass er als Reitpferd nie mehr geeignet sein würde, weshalb er bei uns in Frührente ging. Wir hoffen, dass er ohne Reitergewicht hier weitgehend schmerzfrei leben kann und dass die andauernde leichte Bewegung in unserer aktivierenden Haltungsform ihm auf lange Sicht gut tun wird. In unserer Herde ist Belissio trotz durch sein jugendliches Alter bedingter Unsicherheit in neuen Situationen einer der Ranghöchsten. Er sorgt nicht nur in der Gruppe zusammen mit Chef Lazard für Ordnung, sondern spielt gern mit den anderen jüngeren Wallachen Kampf - & Laufspiele und hat auch mehrere Stuten, mit denen er freundschaftlich Mähnchen krault. Belissio
bellissio
bellissio belissio
 

Finn

Finn Finn hatte zwar das seltene Glück, von klein auf immer bei der selben sehr um ihn bemühten Besitzerin leben zu dürfen. Trotzdem hat er gesundheitlich schon einiges Pech gehabt: Schon in seinem ehemaligen Stall wäre er fast an einem heftigen Borreliose - Schub mit hohem Fieber gestorben, und kaum bei uns auf dem Gnadenhof angekommen, stellte sich leider heraus, dass er ein gravierendes und nicht ohne weiteres zu behandelndes Zahnproblem hat. Bei allem hat Finn sich seinen liebenswürdigen Charakter bewahrt und ist immer freundlich zu allen Menschen und seinen Pferdekollegen. Er gibt sich im täglichen Umgang stets große Mühe, seinem Menschen alles Recht zu machen, und versucht dabei oft, früher gelernte Lektionen wie den spanischen Schritt anzubieten, um damit Aufmerksamkeit und vielleicht eine Streicheleinheit extra abzustauben. Der Riesenkerl Finn ist zwar bei allem Neuen vorsichtig bis ängstlich, bleibt aber aller Angst zum Trotz immer handelbar, selbst wenn wir ihn an potentiell pferdefressenden Monstern wie einer Siloballenpresse vorbeiführen. Bei aller Größe ist er an Sanftheit kaum zu überbieten und ist die Liebenswürdigkeit in Person, weshalb wir ihn alle sehr lieb gewonnen haben.
Finn
Finn
Finn finn
 

Shy

Bei dem Tinker Shy ist nicht etwa der Name Programm, nein, das hübsche lackschwarze Kleinpferd mit der üppigen Lockenmähne und den lustigen weißen Puschelfüßen ist kein bisschen schüchtern, sondern hat es im Gegenteil manchmal faustdick hinter den Ohren. Der verfressene kleine Kerl ist zwar nie böse, aber ein frecher Schelm und läßt sich weder beim Umgang mit Menschen noch in der Herde die Butter vom Brot nehmen: egal, ob ein ranghöheres Pferd ihn wegschicken möchte ( und er diesem im letzten Moment schnell noch völlig unbeeindruckt den leckersten Apfel vor der Nase wegfrißt ) oder ob seine Menschen ihn führen möchten ( und er allem Zerren am Strick zum Trotz mal kurz eine Snackpause einlegt, weil der Klee am Wegesrand so köstlich aussieht ) - im Zweifelsfall versucht er einfach, noch etwas sturer zu sein und dadurch in aller Ruhe und Gemütlichkeit die Auseinandersetzung durch Aussitzen für sich zu gewinnen. Shy und sein bester Freund Finn sind schon zusammen auf unseren Gnadenhof gekommen, nachdem sie sich vorher die meiste Zeit ihres Lebens einen Offenstall geteilt hatten. Die beiden lackschwarzen Kumpels mit den Wuschelmähnen und dem völlig unterschiedlichen Wesen sind trotz guter Integration in die Herde auch jetzt noch absolut unzertrennlich und Shy versucht eifersüchtig sein Bestes, um seinen Kumpel Finn von den Stuten fernzuhalten, mit denen Finn sich sehr gern anfreunden würde, so dass wir schon oft sehr über die beiden Wallache gelacht haben. Shy
Shy
Finn shy
 

Annabell

Die robuste kleine Haflingerstute Annabell hatte das große Glück, artgerecht in einer großen Haflingerherde aufwachsen zu dürfen und auch später lange Jahre mit ihrem Haflingerfreund Nimo an ihrer Seite bei einer sehr bemühten Besitzerfamilie direkt hinter dem Haus mit engem Familienanschluss leben zu dürfen. Mit dem tragischen Tod von Nimo endete ihr idyllisches Leben in trauter Zweisamkeit abrupt und die stark trauernde kleine Stute mußte sehr kurzfristig in einen Pensionsstall umziehen, um nicht ganz allein ohne Artgenossen leben zu müssen, wo die bis dahin immer kerngesunde Stute leider an einer schweren Hufrehe erkrankte, die Annabell zum Glück bei uns auf dem Gnadenhof bis heute keine weiteren Beschwerden verursacht. Kaum bei uns auf dem Gnadenhof angekommen, freundete sich Annabell eng mit der gleichzeitig eingezogenen Lady an und sicherte sich als kleinste Stute auf dem Hof ausgerechnet unser Riesenbaby Donnie als Verehrer - die beiden sehen zusammen aus wie Pat und Patterchen, weil er ungefähr dreimal so viel Pferd ist wie sie, allerdings scheint das ihrer Zuneigung keinen Abbruch zu tun, es war quasi "Liebe auf den ersten Blick" bei dem ungleichen Paar! Annabell ist seit ihrem Einzug unser amtierendes "Hof-Blondie" und als solches nicht nur rassetypisch verfressen, sondern auch durch ihre mal unbekümmerte, mal freundliche und manchmal auch schlicht rotzfreche Art bei allen Herdenmitgliedern beliebt. Sie ist nicht nur von der Fellfarbe, sondern auch vom Wesen her einfach nur goldig, und unser kleines Goldstück bringt uns Menschen regelmäßig herzlich zum Lachen durch völlig skurile Aktionen, weil sie oft Ideen hat, die wohl kein normales Pferd, sondern eben nur ein Haflinger haben kann: Zum Beispiel klettert sie durch das geschlossene Stangen-Tor in die Reithalle, während ich ein anderes Pferd reite, und würdigt uns keines Blickes, um mit größter Selbstverständlichkeit in eine Hallenecke zu pinkeln, um danach genauso geschickt wieder durch das geschlossene Tor hindurch die Reitbahn zu verlassen und zur im Auslauf Heu fressenden Herde zurückzukehren, als wäre nichts gewesen. annabell annabell annabell annabell
 

Khaltraa

Khaltraa Die temperamentvolle kleine Mongolenstute mit der langen schwarzen Wuschelmähne und den weise dreinblickenden Augen hat schon ein recht bewegtes Leben hinter sich und ist weit gereist: Einst im Zoo in Münster als Rarität gehalten, dann als Reitpferd in der Schweiz gelebt, ist sie nun nach erneut weiter Reise bei uns in Ostwestfalen-Lippe gelandet, wo sie ihre neu gewonnenen Freiheiten in vollen Zügen zu genießen scheint. Trotz ihres so gemütlich wirkenden Äußeren ist Khaltraa ein kleines Energiebündel, das langsamen Schritt offensichtlich für überbewertet hält und alle Wege in unserer weitläufigen Offenstallanlage im zügigen Zuckeltrab zurücklegt, weil es ihr offensichtlich nie schnell genug geht - wo Khaltraa ist, ist immer etwas los! Charakteristisch ist auch, dass Khaltraa kaum einmal zur Ruhe gekommen und endlich mal friedlich an einem Platze stehend, unvermittelt den langen Haarschopf wild schüttelt, dabei laut prusst und dann ohne Vorwarnung losbockt und im wilden Wettrennen über die Weide flitzt, antretend mal gegen andere Herdenmitglieder, oft aber auch gegen Wildpferd-Konkurrenten aus den unendlichen Weiten ihrer heimatlichen mongolischen Steppe, die wohl nur sie selbst sehen kann, während diese für unsere Menschenaugen unsichtbar sind ... Khaltraa kann durchaus manchmal eine kleine Zicke sein, die ihre Herdengenossen auch mal laut quietschend, mit entrüstet angelegten Ohren und mit dem Schweif wütend propellernd in die Schranken weist, jedoch gelingt es ihr fast immer, durch ihre ungewöhnlich starke Mimik und sehr eindeutiges Ausdrucksverhalten als Sieger aus den alltäglichen kleineren Diskussionen innerhalb der Herde hervorzugehen, weshalb die anderen Pferde sie trotz ihrer geringen Körpergröße ohne Zögern von Anfang an als ranghoch anerkannt haben. Dann auch wenn Khaltraa die ursprüngliche Heimat ihrer Rasse wohl nie zu sehen bekommen wird, ist sie durch die Gene ihrer mongolischen Ahnen tief im Herzen doch immer ein kleines Wildpferdchen geblieben.
Khaltraa Khaltraa Khaltraa Khaltraa Khaltraa
 

Luna von Auhagen

Die freundliche fuchsfarbene Isländerstute mit der blonden Mähne ist zu uns gekommen, um hier eine letzte Chance auf ein artgerechtes Leben in der Herde trotz wiederholten schweren Hufrehe-Schüben in der Vergangenheit zu erhalten, die ihre Lebensqualität leider trotz aller Bemühungen der Besitzerin immer wieder massiv einschränkten. Luna zog bei uns quasi im allerletzten Moment gerade noch rechtzeitig ein, bevor Ihre sonst immer sehr um Luna bemühte Besitzerin nur wenige Tage später ihr Kind gebar, weshalb doppelt gut war, eine neue Betreunungsmöglichkeit für Luna gefunden zu haben, da die frischgebackene Mami sich ja nun verständlicherweise erst einmal einer ganz anderen Aufgabe widmen mußte. Leider hat Luna auch in anderer Hinsicht mehr gesundheitliche Probleme, als es für ein noch gar nicht so altes Pferd ausgerechnet einer ausgesprochenen Robustpferderasse üblich ist, denn ihr mußten sämtliche Vorderzähne im Ober- und Unterkiefer wegen durch EOTRH bedingten Vereiterungen von unserer Pferdezahnärztin gezogen werden. Da die Backenzähne nicht betroffen sind, ist Luna zum Glück weiterhin durch ihre große Geschicklichkeit in der Lage, erstaunlich problemlos die übliche Nahrung aufzunehmen. Sie kann dicke Karotten oder auch mal einen Kanten hart getrocknetes Brot kauen, und sogar Grashalme zupft sie fix mit den Lippen ab und kann fast so gut grasen wie andere Pferde auch. Für die Herde ist Luna durch ihre sanfte & freundiche Art eine absolute Bereicherung, denn sie ist nicht nur brav & in allen Dingen unkompliziert beim Umgang mit ihren Menschen, sondern versteht sich auch mit allen anderen Pferden gut, weil sie Konflikten grundsätzlich aus dem Weg geht und sich im Zweifelsfall einfach unterordnet. Wir hoffen sehr für Luna, dass sie in dieser Haltungsform endlich dauerhaft mit ihren Problemhufen klarkommt und damit doch noch eine Chance auf eine angenehme und artgerechte Rentnerzeit hat. luna luna luna lazard lazard
 

Billy

Billy Der kaum knapp 120 cm Stckm kleine Welsh-Wallach Billy ist mit seinem perfekt strahlend weißen Fell, dem drolligen üppig-wuscheligen Langhaar und den niedlichen großen dunklen Kulleraugen sicherlich der Traum aller kleinen Mädchen ... und zum Glück ist Billy nicht nur ein absolutes Schätzchen im Umgang mit seinen erwachsenen Menschen, sondern er liebt auch nichts mehr, als geschmust, geknuddelt und betüddelt zu werden, und hat überhaupt nichts gegen liebevolle Aufmerksamkeiten aller Art auch von Kindern einzuwenden! Ursprünglich lebte er bei seiner Menschenfamilie zusammen mit einem ihm vom Typ recht ähnlichen kleinen Fuchs. Nach dessen Tod mußte er erst in einen Pensionsstall umziehen, was er offensichtlich sehr stressig fand wegen des Verlustes seines langjährigen Pferdefreundes, so dass der kleine Wallach leider aus Trauer ziemlich an Gewicht verlor. Zuletzt kam er zu uns, um hier während der Schwangerschaft seiner inzwischen längst zu groß für gemeinsame Ritte gewordenen Besitzerin eine neue Heimat mit der notwendigen Betreuung zu finden.
Billy Billy Billy Billy Billy
 

El Paso

Die Lebensgeschichte des hübschen schwarzbraunen Youngster El Paso mit den 4 wie gemalt gleichmäßigen weißen Söckchen ist trotz seines jungen Alters eine Geschichte mit krassen Wechseln zwischen Höhen und Tiefen, mit extrem harten Schicksalsschlägen und schließlich am Ende mit dem ganz großen Glück: El Paso stammt aus Polen, wo er offensichtlich nicht ansatzweise medizinisch versorgt aufgezogen und noch dazu viel zu jung als Reitpferd ausgebildet wurde, wo er wahrscheinlich zu schwere Reiter tragen und über zu hohe Hindernisse springen mußte, als sein junger Körper noch im Wachstum war, so dass irreparable Schäden an seinem Körper und seiner Seele zurückblieben. Ein auf Importpferde aus dem Osten spezialisierter Händler brachte El Paso nach Deutschland und verkaufte ihn ( offensichtlich schmerzfrei gespritzt ) trotz nicht zu übersehender gravierender Rückenprobleme und bereits länger bestehenden starken Zahnschmerzen plus einem offensichtlichen Trauma vom langen Transport mit nachfolgender Panik vor allen Engstellen für einen völlig überhöhten Preis als ein in allen Situationen braves, kerngesundes & bestens ausgebildetes Reitpferd an eine nichtsahnende deutsche Familie. Natürlich kam es, wie es kommen mußte, und die neuen Besitzer bemerkten relativ schnell, dass ihre wunerschön anzuschauende Neuerwerbung als Reitpferd nie würde geeignet sein und dass sie somit alles Recht der Welt gehabt hätten, das unreitbare Pferd gegen Rückerstattung des Kaufpreises an den betrügerischen Importeur zurückzugeben. Doch genau das war der Moment, in dem sich das Rad der Fortuna drehte und den armen El Paso, der bis dahin fast unter der Last des Schicksals zerdrückt worden war, unerwartet ganz nach oben hob ins höchste Glück. Denn die Familie, die El Paso gerade erst wenige Tage kannte, beschloss aus purer Tierliebe & Nettigkeit dem bedauernswerten Pferd gegenüber spontan, dass El Paso eben gerade nicht zum Händler zurückgehen sollte, um potentiell weitere Male gesundgespritzt an Nichtsahnende als Reitpferd verkauft zu werden, um weiter trotz Schmerzen von ahnungslosen Besitzern geritten zu werden, um wahrscheinlich irgendwann wegen seiner gesundheitsbedingten Unreitbarkeit oder seiner Versuche, sich gegen Schmerzen beim Reiten zu wehren, beim Schlachter zu landen ... Die neuen Besitzer beschlossen, El Paso vom Tierarzt bestmöglich ( insbesondere endlich an den dringend behandlungsbedürftigen Zähnen ) behandeln zu lassen und ihm danach für den Rest seines noch jungen Lebens ohne jegliche weitere Ansprüche an ein Reitpferdedasein die Rente in Freiheit zu finanzieren. So kam El Paso zu guter Letzt gerade knapp 6 jährig auf unserem Gnadenhof, um sich hier von dem ganzen Schlimmen erholen zu dürfen, was die Menschen ihm körperlich und seelisch angetan hatten ... und er dankt es seiner jungen Besitzerin bei jedem Besuch durch übergroße Anhänglichkeit & Freundlichkeit, denn er scheint irgendwo in den Tiefen seiner Seele genau zu verstehen, was sie für ihn Gutes getan hat und noch tut. elpaso elpaso elpaso elpaso elpaso
paso paso paso paso
 

Jo

Jo Der großgewachsene schwarzbraune Warmblutwallach Jo ist manchmal wirklich ein ungeschickter kleiner Pechvogel, denn nachdem er wegen Verschleiß-bedingten Schäden in den Beinen aus dem Reitsport ausschied und nach viel zu langer Zeit auf unserer Warteliste endlich bei uns auf dem Gnadenhof einziehen durfte, hat er es geschafft, pünktlich zum Umzugstermin nicht nur ein fies schmerzendes Hufgeschwür im rechten Vorderhuf zu bekommen, sondern hat sich auch noch einen Hinterhuf am Vorabend des Umzuges richtig böse angeschlagen und humpelte dann mit heftiger Strahlbeinprellung und folgender Entzündung im rechten Hinterbein hier auf dem Hof mühsam vom Hänger herunter ... Trotz dieser nicht ganz optimalen Vorraussetzungen für eine problemlose Eingliederung in unsere bestehende Herde hatte Jo binnen weniger Minuten einen allerbesten neuen Freund gefunden, mit dem er fortan alles gemeinsam machte: Den gerade am gleichen Tag auf unserem Hof eingezogenen El Paso, der ihm zufällig auch noch optisch ähnelt wie ein Ei dem anderen, so dass die beiden Pferde völlig unterschiedlicher Herkunft & Abstammung ab sofort auf unserem Hof den Spitznamen "die Zwillinge" tragen. Obwohl Jo sich im alten Stall offensichtlich immer wieder damit hervorgetan hat, aus Langeweile & Frust wild in seiner Box zu randalieren, wenn andere Pferde rausdurften und er nicht gleich ganz am Anfang mit dabei war, ist er seit dem Umzug hierher dank der neugewonnenen 24-Stunden-Freiheit die Ruhe selbst und schlendert tiefenentspannt durch den Auslauf oder über die Weide, so dass seine Besitzerin gleich beim ersten Besuch baff erstaunt war, ihren seit Jahren bestens vertrauten Kumpel Jo so relaxt wie selten zuvor zu erleben und ihn gar beim gemütlichen Mittagsschläfchen in der Frühlingssonne anzutreffen.
Jo Jo Jo jo
 

Marko Polo

Marko Polo ist so etwas wie der freundliche ältere Professor unter unseren Pferden, denn Marko Polo kennt alles und kann alles. Manchmal scheint es sogar, dass er seinen Menschen die Welt erklären wolle, weil er seiner Meinung nach alles besser wisse als diese. Gerade das macht Marko zu einer behuften Lebensversicherung, und diese Rolle scheint der rüstige Senior zu genießen. Jahrelang war Marko Polo ein durchaus erfolgreiches Turnierpferd und ist immer brav & bemüht bis L-Niveau Dressur & Springen und auch ins Gelände gegangen unter verschiedenen Reitern. Diese Lebenserfahrung sieht man ihm heute noch an, auch wenn jetzt im Alter nach einem Sehnenschaden und einer Hustenproblematik sowie hartnäckigen Verspannungen im Rückenbereich seine besten Zeiten im Leistungssport sicherlich vorbei sind und das ehemalige Boxpferd seine neu gewonnene Freiheit auf unseren großen Weiden in vollen Zügen zu genießen scheint. Wobei Marko Polo auch überhaupt nichts einzuwenden hat gegen gelegentliche kleine Ausflüge in den nahen Wald mit seinen neuen Besitzern, die ihn übernommen haben, als er aus dem Turnierpferdeleben altersbedingt ausscheiden mußte und danach seine damalige Besitzerin die schwere Entscheidung traf, dass Marko verkauft werden und zu uns kommen sollte, da er in dem Sportstall irgendwie fehl am Platze wäre, da hier, wenn überhaupt, dann nur im Sommer stundenweise Weidegang möglich war. Hier hat Marko in der Herde sofort versucht, auf seine charmante Art die eine oder andere Stute zu bezirzen, und wir waren erfreut zu beobachten, wie seine Bemühungen zeitnahe von einer sehr verliebten Lady erhört wurden, und sind gespannt, wem der braune Frauenversteher als nächstes das Herz stiehlt? Dabei hoffen wir alle für unser "Professorchen" Marko, dass ihm noch viel Zeit unter der liebevollen Pflege seiner neuen Besitzer auf unseren großen Wiesen vergönnt sein möge, denn nachdem er immer alles für seine Menschen getan hat, hat er es mehr als verdient, seinen "Un-ruhe-stand" noch ein Weilchen zu genießen. Marko Polo Marko Polo marko
 

Pawel

Der hübsche Falbe Pawel kam einst als polnisches Importpferd zu seiner Besitzerin, und obwohl sie sich viel Mühe gab, ihm artgerechte Haltung zu bieten und auch diverse durchaus qualifizierte Trainer ausprobierte, fand der freizeitgerittene Pawel über die Zeit immer weniger Spass an den gemeinsamen Reitstunden, während er gleichzeitig bei leichter Bodenarbeit von Horsemanship über Zirkuslektionen bis Stangenslalom begeistert mitarbeitete. Nach längerem Hin- und Her stellte sich heraus, dass der gut erzogene Pawel sowohl an Kissing Spines als auch an Spat und zusätzlich noch an der Hufrolle erkrankt war, weshalb seine Besitzerin sich entschloss, ihn in Frührente zu schicken, da sie entgegen den Beteuerungen des Haustierarztes den Eindruck hatte, dass der sonst so liebe Pawel beim Reiten vielleicht doch Schmerzen haben könnte und daher in eine Art Verweigerungshaltung verfiele. Bei uns auf dem Gnadenhof angekommen, stellte sich durch einen Zufall heraus, dass der liebenswürdige Pawel zusätzlich zu den anderen gesundheitlichen Problemen teils gravierende Herzrhythmusstörungen hat, die sein untypisch "faules" Verhalten unter dem Sattel mehr als erklärten. Durch ein von unserem Haustierarzt verordnetes seinem Zustand angepasstes leichtes Sportprogramm aus Spaziergängen an der Hand in Kombi mit Bodenarbeit hat sich sein Zustand zu unser aller Freude auf einem Level stabilisiert, auf dem er zwar kein Reitpferd mehr sein kann, aber sich wohlzufühlen scheint und keine erkennbaren Beschwerden, dafür aber umso mehr Lebensfreude hat. Pawel Pawel
 

Ashanti

Die einst in hochkarätigen Springprüfungen durchaus erfolgreiche Ashanti hatte das Glück, nach einem anstrengenden Leben als Schulpferd von ihrer langjährigen Reitbeteiligung gekauft zu werden. Die sanftmütige Stute hatte so die Gelegenheit, ihr Reitpferdeleben als geliebtes Freizeitpferd mit gemütlichen Ausritten ausklingen zu lassen, bevor sie im Alter von 25 Jahren dann endgültig in Rente gehen sollte. Denn einerseits hatte sie zuletzt eine wahre Pechsträhne von diversen und für die sonst immer robuste Ashanti ungewöhnlichen Erkrankungen gehabt, andererseits hätte ihre Besitzerin sie aufgrund bevorstehender berufsbedingter Reisetätigkeit bei ihrem bevorstehenden Umzug in eine Großstadt nicht ohne weiteres mitnehmen können, so durfte Ashanti bei uns auf dem Gnadenhof einziehen. Nach einer Weile des Herumdokterns an einem Pferd, was nicht nur sichtlich Körpermasse verlor, sondern auch auffallend geistig abbaute, fand sich am Ende in einem Blutbild eine fortgeschrittene Erkrankung an dem Equinen Cushing Syndrom und damit die Ursache ihres Zustandes, der dadurch zu unserer großen Erleichterung endlich behandelbar wurde. Wir wünschen Ashanti, dass sie dank der sofort eingeleiteten Dauer - Pergolid - Therapie noch viele glückliche Jahre in unserer Herde haben und dabei noch so manchem Wallach auf ihre unnachahmliche Art den Kopf verdrehen wird. ashanti ashanti
 

Black Lady

So hübsch unsere Black Lady auch anzusehen ist, wenn sie im vollen Galopp mit ihren Pferdefreunden über die Weiden rennt, so sehr scheint die lackschwarze Schönheit das Pech anzuziehen: In ihrem alten Stall hatte Black Lady es geschafft, ihre ihr vom ganzen Herzen zugetanen Menschen auszutricksen und sich von einem ungekörten Hengst erfolgreich decken zu lassen. Leider kam es danach in zweierlei Hinsicht zur Katastrophe, weil einerseits sie selbst sich die Sehne eines Hinterbeines so schwer verletzte, dass wegen der eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten durch die notwendige Rücksichtnahme auf das Ungeborene ein schwerer und die weitere Nutzung als Reitpferd einschränkender Schaden zurückblieb, während andererseits ihr Fohlen kurz nach der Geburt wegen einer angeborenen Mißbildung des Darmes in der Klinik eingeschläfert werden mußte. Hinzu kam, dass zuerst die Besitzerin selbst sich durch schwere fortschreitende Erkrankung körperlich nicht mehr in der Lage sah, sich um die Stute zu kümmern, während später auch der Besitzer durch gravierende Unfallfolgen beim besten Willen gar nicht mehr schaffen konnte, die komplette Versorgung weiterhin zu übernehmen. Deshalb waren alle Beteiligten froh, als die ( vorsichtig formuliert ) als nicht sehr reisefreudig bekannte Black Lady am Ende brav in den Pferdehänger einstieg, um die Reise zu unserem Gnadenhof anzutreten, der ihr neues Zuhause werden sollte. In ihrer neuen Herde hat Black Lady sich schnell eingelebt und durch ihr freundliches und offenes Wesen sofort viele neue Freundschaften zu den anderen Pferden geschlossen. Es ist schön, ihr dabei zuzusehen, wie sie ihre neugewonnenen Freiheiten dazu nutzt, das durch Langeweile entstandene Übergewicht aus ihrer Zeit in der Box abzulegen und Muskulatur aufzubauen, was langfristig ihr durch die Verletzung beeinträchtigtes Hinterbein hoffentlich entlasten wird. black lady black lady black lady